Praktikum
Praktikum in Frankreich : ihre rechte und pflichten

Die rechte des praktikanten

Der Praktikant ist nicht durch einen Arbeitsvertrag an das Unternehmen gebunden, das ihn aufnimmt, und er besitzt nicht den Status eines Arbeitnehmers. Eine immer bestehende Aufgabe, die einer dauerhaften Stelle im Unternehmen entspricht, kann nicht Gegenstand des Praktikums sein. Jeder Praktikant ist verpflichtet, sich an die internen Unternehmensregeln zu halten (Arbeitszeit, Disziplin, Sicherheitsvorschriften usw.). Die Arbeitszeit des Praktikanten darf die gesetzlich festgelegte Arbeitszeit von 35 Stunden pro Woche und 10 Stunden pro Tag nicht überschreiten. Er darf keine Überstunden leisten, und folglich steht ihm kein Arbeitszeitausgleich zu. Er hat keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub. Bei Praktika, die länger als zwei Monate dauern, muss die Praktikumsvereinbarung jedoch die Möglichkeit eines Urlaubs bzw. die Dienstbefreiung des Praktikanten vorsehen.

Neuerung seit September 2015 :

Das französische Gesetz zur Förderung und Betreuung der Praktika und Verbesserung des Status der Praktikanten (Gesetz Nr.2014-788 vom 10. Juli 2014) wurde am Donnerstag, den 26. Juni 2014 verabschiedet und trat im September 2015 in Kraft. Darin ist insbesondere Folgendes vorgesehen:

  • Eine verpflichtende Mindestvergütung pro Stunde für Praktika mit einer Dauer von über 2 Monaten in Höhe von 15 % der Versicherungspflichtgrenze pro Stunde (d. h. für das Jahr 2015 24 € x 0,15 = 3,60 pro Stunde). Die Vergütung wird von nun an auf Stundenbasis berechnet und nicht mehr monatlich. Sie kann also von einem Monat zum anderen unterschiedlich ausfallen, sofern keine Anpassung unter Berücksichtigung der vorgesehenen Gesamtvergütung des Praktikums eingeführt wird, um jeden Monat dieselbe Summe ausbezahlen zu können.
  • Die Vergütung, die den Praktikanten ausbezahlt wird, ist von nun an von der Einkommenssteuer befreit, sofern sie den Jahresbetrag des gesetzlichen Mindestlohns (SMIC) nicht übersteigt. Diese Bestimmung gilt für jeden Praktikanten, der selbst steuerpflichtig ist bzw. für den steuerpflichtigen Arbeitgeber des Praktikanten.
  • Die Eintragung der Namen und Vornamen der Praktikanten in der Reihenfolge ihrer Ankunft in einer dafür vorgesehenen Rubrik des einheitlichen Personalregisters des Unternehmens sowie die Dokumentation der Anwesenheitszeiten der Praktikanten durch das Unternehmen.
  • Erweiterte Befugnisse der Arbeitsaufsicht, die von nun an die Feststellung und Sanktionierung des Missbrauchs von Praktika ermöglichen.
  • Zugang zu den unternehmenseigenen Kantinen, Bereitstellung von Essensmarken oder Fahrtkostenerstattung, sofern diese Leistungen den Arbeitnehmern zustehen.
  • Die Einführung einer durch Verordnung festgelegten Obergrenze für die Anzahl der Praktikanten entsprechend der Anzahl der Beschäftigten (Verordnung Nr.2015-1359 vom 26. Oktober 2015).
Prinzip:

Die Anzahl der Praktikanten mit laufendem Praktikumsvertrag während derselben Kalenderwoche innerhalb derselben Praktikumseinrichtung, welche die Eigenschaft einer juristischen Person besitzt, darf folgende Obergrenze nicht überschreiten:

  • 15 % der Belegschaft bei Unternehmen, die 20 Personen oder mehr beschäftigen,
  • 3 Praktikanten bei Praktikumsbetrieben, die weniger als 20 Personen beschäftigen.
Ausnahme:

Für Ausbildungsphasen im beruflichen Umfeld kann die Hochschulbehörde eine höhere Anzahl in folgendem Rahmen festlegen:

  • 20 % der Belegschaft bei Unternehmen mit mindestens 30 Mitarbeitern,
  • 5 Praktikanten bei Praktikumsbetrieben, die weniger als 30 Personen beschäftigen.

Außerdem kann ein Mentor nur noch für die Aufnahme und Betreuung von höchstens 3 Praktikanten zuständig sein. Bei Nicht-Einhaltung dieser Regeln kann gegen den Praktikumsbetrieb ein Bußgeld verhängt werden.e Einführu