Deutschland hat vier Hochschultypen mit ganz verschiedenen Logiken — und für Grenzgänger aus der Großregion liegen mehrere davon in Pendelentfernung. Der Typ entscheidet über Bewerbungsweg, Praxisanteil und manchmal über eine Vergütung.
Die vier Typen
- Universitäten — forschungsorientiert, von Bachelor bis Promotion, breites Fächerangebot. Der klassische Weg für wissenschaftliche Laufbahnen und reglementierte Berufe.
- Hochschulen für angewandte Wissenschaften (früher Fachhochschulen) — praxisorientiert, mit Pflichtpraxissemestern und engem Kontakt zu Betrieben. Für Grenzgänger oft der naheliegendste Weg.
- Duale Hochschulen — Studium und Betrieb im Wechsel, mit Vertrag und Vergütung. Die Bewerbung geht zuerst an das Unternehmen, nicht an die Hochschule, und der Kalender ist ein anderer.
- Kunst-, Musik- und Sporthochschulen — eigene Aufnahmeprüfungen, bei denen die Abschlussnote kaum zählt. Die Eignungsprüfungen liegen oft ein halbes Jahr vor dem Studienbeginn.
Was in Pendelentfernung liegt
Für Bewohner der Großregion sind mehrere deutsche Standorte tagespendelbar. Im Saarland die Universität des Saarlandes in Saarbrücken, die htw saar und die Hochschule für Musik Saar. In Rheinland-Pfalz die Universität Trier, die Hochschule Trier und die RPTU in Kaiserslautern-Landau. Prüfen Sie das Studienangebot dieser Einrichtungen, bevor Sie über einen Umzug nachdenken — die Kombination „wohnen bleiben, drüben studieren“ ist hier realistischer als anderswo.
Wohin Sie sich wenden
| Ihr Ziel | Typ | Bewerbung |
|---|---|---|
| Wissenschaft, Promotion, reglementierter Beruf | Universität | Hochschule oder zentrales Verfahren bei NC-Fächern |
| Berufsnaher Abschluss mit Praxissemestern | HAW | Direkt an der Hochschule |
| Studium mit Vertrag und Vergütung | Duale Hochschule | Zuerst beim Betrieb, ein Jahr im Voraus |
| Kunst, Musik, Sport | Spezialhochschule | Eigene Eignungsprüfung, früher Termin |
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