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Der Sommer ist da, die Koffer werden gepackt … doch in der Großregion verreist nicht jeder auf die gleiche Weise! Zahl der Urlaubswochen, Dauer der Aufenthalte, bevorzugte Reiseziele, Verkehrsmittel: jedes Land hat seine eigenen Gewohnheiten. Ein kleiner Überblick über die Urlaubsgewohnheiten in Frankreich und bei unseren Nachbarn.
- 🇫🇷 Frankreich: fünf Wochen bezahlter Urlaub (+ RTT) und eine klare Vorliebe für das eigene Land.
- 🇱🇺 Luxemburg: die Reiseweltmeister — über 80 % verreisen mindestens einmal im Jahr, im Schnitt 36 Nächte.
- 🇩🇪 Deutschland: Meer, Kreuzfahrten … und ab nach Spanien, Mallorca vorne.
- 🇧🇪 Belgien: man meidet den Trubel, und Frankreich ist das beliebteste Reiseziel.
- 🇨🇭 Schweiz: ein Drittel der Reisen im Inland, im Ausland ist Italien am beliebtesten.
Frankreich: fünf Wochen Urlaub und die Liebe zum eigenen Land
Bleiben gern daheimArbeitnehmer in Frankreich haben gesetzlich Anspruch auf fünf Wochen bezahlten Urlaub pro Jahr. Hinzu kommen je nach Tarifvertrag Tage zur Arbeitszeitverkürzung (RTT), was vielen Beschäftigten mehr Urlaubszeit verschafft als in manchen Nachbarländern.
Wenig überraschend entfällt der Großteil der Abreisen traditionell auf den Monat August. Bei den Urlaubsformen ist alles möglich: private Ferienwohnungen, Campingplätze oder Aufenthalte bei der Familie. Mit seiner langen Küste und seinen Gebirgen bleibt Frankreich das beliebteste Reiseziel seiner eigenen Einwohner. Im Ausland liegen Spanien und Italien vorne.
Deutschland: Meer, Kreuzfahrten … und Mallorca
Ziel SpanienIn Deutschland gehören Strandurlaube und Kreuzfahrten zu den beliebtesten Urlaubsformen. Die Berufstätigen verteilen ihren Urlaub über das Jahr und reisen bevorzugt innerhalb Deutschlands, einem Land mit großer landschaftlicher Vielfalt und lebendigem Städtetourismus. International ist Spanien das Reiseziel Nummer eins.
Die Zahl: Die Insel Mallorca macht allein rund ein Drittel der internationalen deutschen Besucherzahlen aus, so die örtlichen Tourismusdaten.
Belgien: weg vom Trubel, ab nach Frankreich
Trubel meidenIn Belgien bevorzugt man Aufenthalte abseits des großen Andrangs. Knapp die Hälfte der Urlauber entscheidet sich für ein Hotel, Ferienunterkünfte sind aber ebenfalls verbreitet.
Die Nordsee ist zwar von fast überall erreichbar, doch längere Aufenthalte finden überwiegend im Ausland statt: Frankreich liegt vorn, gefolgt von Belgien selbst, Italien und Spanien. Die übliche Dauer? Zwischen einer und zwei Wochen, mit mehreren Reisen pro Jahr.
Luxemburg: die Reiseweltmeister der Region
ReiseweltmeisterIn Luxemburg spiegeln sich Mobilität und wirtschaftliche Attraktivität des Landes auch im Urlaubsverhalten wider. Laut STATEC (nationales Statistikinstitut) verreisen über 80 % der Einwohner mindestens einmal im Jahr. 2023 lag die durchschnittliche Reisedauer bei 36 Nächten, verteilt auf mehrere Aufenthalte.
Erholung ist der wichtigste Reisegrund, doch ein bedeutender Teil der Reisen dient Familienbesuchen im Ausland — Ausdruck des hohen Anteils an Einwohnern ausländischer Herkunft. Gefragt sind hochwertige Unterkünfte (private Ferienwohnungen, Ferienclubs) mit besonderem Augenmerk auf Komfort.
Schweiz: zuerst das eigene Land, die Bahn als Trumpf
Bahn als TrumpfIn der Schweiz finden über ein Drittel der Reisen mit Übernachtung im Inland statt, zwischen Bergaktivitäten und Städtetourismus. Das Auto bleibt wegen seiner Flexibilität das meistgenutzte Verkehrsmittel, doch die Bahn spielt dank des dichten und zuverlässigen Schienennetzes eine wichtige Rolle.
Im Ausland sind die Nachbarländer beliebt: Italien liegt vorn, gefolgt von Frankreich und Deutschland. Weiter entfernte Badeziele wie Spanien oder Griechenland werden vor allem mit dem Flugzeug erreicht — rund ein Viertel der Reisen. Das Hotel bleibt die häufigste Unterkunftsform, und Aktivitäten in der Natur (Wandern, Mountainbike, Wintersport) sowie Wellnesstourismus gehören zu den beliebtesten.
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