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Das Gehalt galt lange als eines der letzten Tabus der Arbeitswelt – heute wird darüber unter Kolleginnen und Kollegen immer offener gesprochen. Steigende Lebenshaltungskosten, Fachkräftemangel, neue Generationen auf dem Arbeitsmarkt und die europäische Richtlinie zur Lohntransparenz: Die Linien verschieben sich, in der Großregion wie anderswo. Unser Partner Moovijob hat nachgefragt.
Das Wesentliche
- Luxemburg: 54 % der Teilnehmenden an der Moovijob-Umfrage sind bereit, mit Kolleginnen und Kollegen über ihr Gehalt zu sprechen – 46 % halten das Thema für privat.
- Frankreich: 54 % der Beschäftigten fühlen sich mit dem Thema wohl, gegenüber nur 17 % im Jahr 2019.
- Deutschland: 47 % sprechen darüber – in einem stark von Tarifverträgen geprägten Rahmen.
- Belgien: 6 von 10 Beschäftigten kommunizieren transparent über ihre Vergütung.
- 👥 Bei den unter 30-Jährigen haben 79 % bereits darüber gesprochen, 91 % wären dazu bereit.
Ein Tabu, das bröckelt
In Luxemburg bleibt das Thema sensibel, insbesondere im Finanzwesen, in der IT, im Rechtsbereich und in großen internationalen Strukturen. Doch die Zurückhaltung lässt nach: Etwas mehr als jede zweite von Moovijob befragte Person ist inzwischen offen für das Gespräch. „Tabu? Ja und nein, das hängt von der Kollegin oder dem Kollegen ab“, berichtet eine im Artikel zitierte Beschäftigte.
Lohntransparenz – eine europäische Entwicklung
Die Entwicklung ist auch rechtlicher Natur. Luxemburg hat am 7. Juni die europäische Richtlinie zur Lohntransparenz umgesetzt. Sie verändert die Einstellungspraxis und verpflichtet Arbeitgeber zu neuen Berichtspflichten sowie zur Begründung der Gehaltshöhe.
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