Für Belgien gibt es kein nationales Bildungsportal — und das ist der wichtigste Satz dieser Seite. Bildung ist Sache der Gemeinschaften: Ihre Quelle hängt davon ab, in welchem Sprachgebiet Sie studieren wollen. Ein Antrag beim falschen Dienst ist verlorene Zeit.
Erst die Gemeinschaft bestimmen
- Wallonien und Brüssel → Föderation Wallonie-Brüssel, französischsprachig. Für Grenzgänger aus Lothringen der übliche Weg.
- Flandern → Flämische Gemeinschaft, niederländischsprachig. Unterricht auf Niederländisch, eigene Fristen und Verfahren.
- Ostbelgien → Deutschsprachige Gemeinschaft. Für Grenzgänger aus der Großregion oft der direkteste Weg, weil die Verwaltungssprache Deutsch ist.
- Der Äquivalenzdienst Ihrer Gemeinschaft entscheidet über die Anerkennung Ihres Sekundarabschlusses — das ist der Schritt, der den Studienzugang eröffnet.
- Achten Sie zusätzlich auf die Quoten für nichtansässige Studierende in mehreren Gesundheitsfächern: die Anmeldefenster stehen auf der Seite der Einrichtung, nicht auf dem Gemeinschaftsportal.
Die Quellen, eine pro Gemeinschaft
- Äquivalenzdienst der Föderation Wallonie-BrüsselAnerkennung des Sekundarabschlusses, Fristen
- enseignement.beBildungsportal der Französischen Gemeinschaft
- onderwijs.vlaanderen.beBildungsportal der Flämischen Gemeinschaft
- OstbelgienMinisterium der Deutschsprachigen Gemeinschaft
Was Sie auf diesen Portalen nicht finden
Die Gemeinschaftsportale erklären ihr eigenes System. Sie sagen Ihnen nicht, ob Ihr Studiengang unter eine Quote für Nichtansässige fällt — das steht bei der Einrichtung —, und schon gar nicht, was ein Studium in Belgien für Ihre Krankenversicherung, Ihre Familienleistungen oder die spätere Anerkennung Ihres Abschlusses bedeutet.
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